Pflegestufe 2

Wer erhält Pflegegeld nach Pflegestufe 2?

Bei langanhaltender schwerer Krankheit und damit verbundener Pflege des Patienten kann Pflegegeld zur Abdeckung der Aufwendungen beantragt werden. Anspruchsberechtigt sind nach dem § 35 Abs 1 des Bundesversorgungsgesetzes Personen, die ihren Hilfebedarf nachweisen müssen. Oft wird der Antrag auch von Angehörigen des zu Pflegenden gestellt, um damit die Kosten der häuslichen Krankenpflege zu begleichen, wenn sie den Bedürftigen nicht selbst pflegen können.


Die Einstufung nimmt der Medizinische Dienst anhand der folgenden Prüfpunkte vor: Gewöhnliche und regelmäßig wiederkehrende Verrichtungen im Ablauf des täglichen Lebens wie:

- Körperpflege: Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege, Kämmen, Rasieren, Darm- und Blasenentleerung

- Ernährung: Nahrungzubereitung, Aufnahme der Ernährung



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- Mobilität: Aufstehen, Zubettgehen, An-und Auskleiden, Gehen, Stehen,Treppensteigen,Verlassen und Aufsuchen der Wohnung

- hauswirtschaftliche Versorgung: Einkaufen, Kochen, Wohnungreinigung, Spülen, Wäsche wechseln,Waschen von Wäsche, Beheizen der Wohnung


Voraussetzungen für die Pflegestufe II

Es liegt ein Antrag vor. Der Hilfebedarf gemäß Pflegestufe 2 muss nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden. Neben den medizinischen Diagnosen muss es erforderlich sein, dass mindestens dreimal täglich zu verschiedenen Tageszeiten aus den Bereichen der Körperpflege, Ernährung, Mobilität, und zusätzlich mehrfach in der Woche bei der hauswirtschaftlichen Versorgung Hilfe notwendig und erforderlich ist. Dazu wird ein umfangreicher Fragebogen vom Gutachter des medizinischen Dienstes erstellt.

Treffen die oben genannten Merkmale zu, dann wird von der Krankenkasse des Versicherten ein Bescheid ausgestellt, der die Pflegestufe II bescheinigt.


Beispiel zur Pflegestufe 2:

Ein an Alzheimer erkrankter Rentner verirrt sich immer wieder und findet sich im täglichen Leben nicht zurecht, er nässt ein und ist nicht in der Lage, sich selbst an- und auszuziehen. Die Tochter stellt den Antrag auf Pflegestufe II, damit dreimal täglich Mahlzeiten und Körperpflege sowie der wöchentliche Einkauf erledigt werden kann, da sie 100 km weit entfernt wohnt und berufstätig ist. Der Gutachter stellt diePflegestufe II fest.

Wird der Bescheid abgelehnt, kann gegen diesen innerhalb der Einspruchsfrist im Rechtsbehelfsverfahren noch abgeholfen werden.
 

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